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	<title>Petra Schaper-Rinkel</title>
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		<title>Bio-Politische Ökonomie. Zur Zukunft des Regierens von Biotechnologien (Buchbeitrag 2012)</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Dec 2011 07:53:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>PSR</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Petra Schaper-Rinkel, Bio-Politische Ökonomie. Zur Zukunft des Regierens von Biotechnologien, erscheint in: Susanne Lettow (Hg.), Bioökonomie: Die Lebenswissenschaften und die Bewirtschaftung der Körper,  Transcript Verlag, Mai 2012, ISBN 978-3-8376-1640-8 Einleitung Wird die Ökonomie der Zukunft zu einer „Bioökonomie“, in der ein Regime nachwachsender biologischer Ressourcen das fossile Energieregime der bisherigen Industrialisierung ablöst? Diese Position vertritt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Petra Schaper-Rinkel, Bio-Politische Ökonomie. Zur Zukunft des Regierens von Biotechnologien, erscheint in: Susanne Lettow (Hg.), <a title="Bio-Ökonomie" href="http://www.transcript-verlag.de/ts1640/ts1640.php" target="_blank">Bioökonomie: Die Lebenswissenschaften und die Bewirtschaftung der Körper,  Transcript Verlag, Mai 2012, ISBN 978-3-8376-1640-8</a></p>
<p><a href="http://schaper-rinkel.eu/wp-content/uploads/2011/12/biooekonomie.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-982" title="Bioökonomie" src="http://schaper-rinkel.eu/wp-content/uploads/2011/12/biooekonomie.jpg" alt="" width="260" height="433" /></a></p>
<p>Einleitung</p>
<p>Wird die Ökonomie der Zukunft zu einer „Bioökonomie“, in der ein Regime nachwachsender biologischer Ressourcen das fossile Energieregime der bisherigen Industrialisierung ablöst? Diese Position vertritt die Organisation für ökonomische Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), die im Jahr das 2009 Szenarien einer Bioökonomie im Jahre 2030 veröffentlichte. Bereits der Titel <em>The Bioeconomy to 2030. Designing a Policy Agenda</em> verweist darauf, dass es sich um die politische Erschaffung einer Ökonomie handelt, deren Märkte erst durch die Mobilisierung von Akteuren aus Forschung und Industrie, als auch durch ein globales Regime von Verfügungsrechten und Regulierung etabliert  werden. Wie soll sie aussehen, die Bio-Ökonomie der Zukunft? Gemeinsam ist den Konzepten der OECD und anderer Organisationen, die ich in diesem Beitrag kritisch beleuchte, das Folgende: Der Gegensatz zwischen beschaulichem Bauernhof und rauchendem Industrieschlot ist aufgehoben; die Fabrik der Zukunft wird eine digital gesteuerte Plantage, auf der nachhaltig, CO2-frei, klimaneutral und effizient nicht nurLebensmittel, sondern auch noch Energie, Dämmstoffe, Pflanzenfasern für Kleidung und sogar Medikamente hergestellt werden.  Plastik und Naturmaterialien werden keine Gegensätze mehr darstellen, die Kunststoffproduktion wird auf pflanzlichen Rohstoffen beruhen. Biotechnologien sollen somit gleichermaßen die primäre Produktion (Lebensmittel und Rohstoffe), die gesamte Industrie sowie den Gesundheitsbereich transformieren (OECD 2009). Dabei werden Biotechnologien ausschließlich als Problemlösung dargestellt, während die mit damit verbundenen Probleme (vgl. ETC Group 2010) nicht thematisiert werden.</p>
<p>Begrifflich und konzeptionell umfassen die Konzepte der Bioökonomie verschiedene Biotechnologien, die gesellschaftlich unterschiedlichen Stellenwert haben und auch auf unterschiedliche Weise und in unterschiedlichem Ausmaß umstritten oder weniger umstritten sind. Zentral interveniert das Konzept der</p>
<p>in den globalen Diskurs des Klimawandels, indem die Entwicklung der Bio-Ökonomie als Lösung für die Probleme des Klimawandels angesehen wird (OECD 2009, 3, 19, passim). Klimawandel wird als Realität anerkannt, dem es durch die Transformation der globalen Ökonomie zu einer Bioökonomie zu begegnen gelte. So lässt sich das Konzept zwar als Antworten auf den Klimawandel und die damit verbundene „Krise gesellschaftlicher Naturverhältnisse“ (vgl. Görg 2010) sehen, doch stellt sich die Frage, in welcher Richtung hier eine Transformation der Naturverhältnisse angestrebt wird,  handelt es sich doch um den Fall einer &#8220;biotechnologischen Transformation gesellschaftlicher Naturverhältnisse&#8221; (Lettow 2006, 156). Die Frage dieses Beitrages schließt daran an und lautet, ob und inwiefern sich im Kontext der Bioökonomie neue Formen des Regierens herausbilden. Denn in den aktuellen aktuellen bioökonomischen Konzepten internationaler Organisationen wie der OECD werden die Umbrüche in den gesellschaftlichen Naturverhältnissen nicht mehr nur mit neu zu schaffenden Märkten in Verbindung gebracht. Vielmehr wird explizit vermehrt staatliche Politik gefordert. Post-neoliberal rückt das explizite Regieren in den Mittelpunkt des Geschehens, wenn von der OECD Formen des ‚guten Regierens‘ (good governance) als zentrale Voraussetzung für die Zukunft der globalen Bioökonomie angesehen werden.</p>
<p>Die Zukunftsszenarien der „Bioökonomie bis zum Jahr 2030“ analysiere ich vor diesem Hintergrund als Versuch, eine Politik zu erfinden, die spezifische Spannungsverhältnisse und Widersprüche bearbeitet, die sich in der heutigen globalen Ökonomie zeigen. Erstens reagiert das Konzept auf den Widerspruch zwischen einer fortgesetzten ökonomischen Wachstumsorientierung auf der einen Seite und der &#8211; zumindest rhetorisch &#8211; allerorten anerkannten  Notwendigkeit einer Abkehr von der fossilen Wirtschaft und ihren hohen CO2-Emissionen auf der anderen Seite. Ein weiteres Spannungsverhältnis, das das OECD-Konzept bearbeitet, resultiert aus dem verschärften Wettbewerb von Unternehmen, Staaten und Institutionen (z.B. Universitäten) einerseits und den Anforderungen an Kooperation und offene Interaktion andererseits. In der Wettbewerbslogik wird der Aufbau von Kooperationsbeziehungen, die über klar definierte gemeinsame Ziele hinausgeht, erschwert. In der Innovationsforschung und -politik wird dagegen Kooperation von unterschiedlichen Akteuren als Grundlage für inter- und transdisziplinäre Forschung gesehen, aus der die ‚radikalen‘ und ‚disruptiven‘ Innovationen der nächsten Jahrzehnte entstehen könnten, die die Grundlage für die Bio-Ökonomie sein sollen. Letztere ist erklärtes Ziel nicht nur der OECD sondern auch der entsprechenden nationalstaatlichen Entwürfe. Drittens geht es um das Spannungsverhältnis, das zwischen dem rigiden Schutz geistiger Eigentumsrechte einerseits und dem für die Forschung notwendigem Zugang zu Wissen anderseits besteht.</p>
<p>In dem Beitrag werden zunächst das OECD-Konzept und die deutsche Strategie zur Bioökonomie im Jahr 2030 vorgestellt. Daran anschließend diskutiere ich die bisherige Kritik an diesen Strategien. Im Schlussteil stelle ich mit Bezug auf Foucaults Analyse der Biopolitik dar, wie sich die heutigen regierungsnahen Konzepte der Bio-Ökonomie von jener Biopolitik unterscheiden, die sich im 19. Jahrhundert herausgebildet hat. Denn mit den Konzepten der Bio-Ökonomie steht heute nicht nur die Kontrolle der Bevölkerung, wie sie Foucault analysiert hat, auf der Agenda, sondern die Biomasse als Gesamtheit aller Lebewesen. Kontrolle wird dabei nicht (mehr)als zentrale Steuerung gefasst, sondern als Selbststeuerung heterogener Akteure. Paradigmatisch wird dabei eine Bio(techno)logisierung der Industrie angestrebt mit in der pflanzenbasierte Produktion die erdölbasierte Produktion im globalen Maßstab ersetzen soll.</p>
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		<title>Buchbeitrag: Die Generierung von Zukunft &#8211; Von Utopien zu Idealwelten, Weltmodellen, Szenarien und Foresight</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Nov 2011 14:59:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>PSR</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Schaper-Rinkel, Petra: Die Generierung von Zukunft: Von Utopien zu Idealwelten, Weltmodellen und Szenarien. Frietsch, E., Herkommer, C. (Hrsg.), Ideale. Entwürfe einer &#8220;besseren Welt&#8221; in der Wissenschaft, Kunst und Kultur des 20. Jahrhunderts, Kadmos, Berlin Weiträumige Zukunftsvorstellungen sind oft eng verbunden mit positiven oder negativen Utopien, die es zu erreichen oder zu vermeiden gilt.  Mit dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schaper-Rinkel, Petra: Die Generierung von Zukunft: Von Utopien zu Idealwelten, Weltmodellen und Szenarien. Frietsch, E., Herkommer, C. (Hrsg.), Ideale. Entwürfe einer &#8220;besseren Welt&#8221; in der Wissenschaft, Kunst und Kultur des 20. Jahrhunderts, Kadmos, Berlin</p>
<p><a href="http://schaper-rinkel.eu/wp-content/uploads/2011/11/2011_Ideale.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-963" title="Von Utopien zu Idealwelten, Weltmodellen und Szenarien. " src="http://schaper-rinkel.eu/wp-content/uploads/2011/11/2011_Ideale-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a></p>
<p>Weiträumige Zukunftsvorstellungen sind oft eng verbunden mit positiven oder negativen Utopien, die es zu erreichen oder zu vermeiden gilt.  Mit dem neuzeitlichen Zukunftskonzept gilt die Zukunft als gestaltbar und beinhaltet idealerweise eine Verbesserung des Status quo. Die zugrundliegenden Annahmen darüber, was Zukunft ist, wie sie planbar, kontrollierbar und gestaltbar sein soll, werden selten explizit verhandelt. Dabei hat sich die Art und Weise, wie die ›bessere Zukunft‹ repräsentiert wird und wie versucht wird, sie zu beherrschen und zu gestalten, in den letzten hundert Jahren entscheidend verändert.</p>
<p>Auf den ersten Blick erscheint Zukunft als selbstverständlich. Sprechen wir von ihr, so handelt es sich um ein Gedankenexperiment, in dem ein Ausschnitt des status quo in eine gedachte zukünftige Gegenwart projiziert wird. Das Denken über die Zukunft besteht aus Methoden, Handlungsmöglichkeiten der Gegenwart zu repräsentieren und sie zu reflektieren. Wenn im Folgenden also von Zukunft die Rede ist, dann in dem Sinne, dass sie die heutige Repräsentation von kommenden Gegenwarten auf der Grundlage von spezifischen Hypothesen über die Dynamik der Gegenwart ist.</p>
<p>In der Psychologie der letzten dreißig Jahre gilt Optimismus, also die Erwartung einer ›besseren Zukunft‹, als eine zentrale Handlungs-Ressource für Individuen<a href="#_ftn2"></a>. In der Politik werden positive Zukunftsszenarien als grundlegend für Handlungsfähigkeit angesehen, da sie eine Voraussetzung dafür darstellen, gewählt zu werden oder in anderer Form an die Macht zu kommen. Zukunft, Ideale und Imaginationen ›besserer Welten‹ sind somit eng aneinander gekoppelt. Wie habe sich die Formen und Methoden verändert, mittels derer die besseren und die idealen Welten der Zukunft narrativ konstruiert werden? In welchem Verhältnis stehen die immer spekulativen Repräsentationen von Zukunft zu den jeweiligen Praxen  der Prognostik und Vorausschau, die in unterschiedlichen Wissenschaftskulturen verortet sind? Die Wandlungen in den Repräsentationsformen von Zukunft werden im Folgenden als Teil von Politiken zur Gestaltung, Beherrschung und Regulierung von Zukunft analysiert. Ich werde diese Wandlungen nicht erschöpfend behandeln, sondern anhand von  einzelnen Zukunfts-Repräsentationen  diejenigen Methoden und Repräsentationsformen analysieren, die jeweils exemplarisch einen Bruch oder eine maßgebliche Ergänzung zu vorherigen Repräsentationsformen darstellen.</p>
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		<title>Szenarien als narrative Zukunftsmaschinen (Vortrag auf der Tagung von GWTF und GWG am 18./19.11.2011 in Berlin: Wissenschaft als Erzählung – Erzählungen der Wissenschaft)</title>
		<link>http://schaper-rinkel.eu/vortrag/szenarien-als-narrative-zukunftsmaschinen-vortrag-auf-der-tagung-von-gwtf-und-gwg-am-18-19-11-2011-in-berlin-wissenschaft-als-erzahlung-%e2%80%93-erzahlungen-der-wissenschaft/00948/</link>
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		<pubDate>Wed, 02 Nov 2011 15:43:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>PSR</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vortrag auf der Tagung von GWTF und GWG am 18./19.11.2011 in Berlin: Wissenschaft als Erzählung – Erzählungen der Wissenschaft Szenarien als narrative Zukunftsmaschinen: Konjunkturen in der Konstruktion von Zukunft Petra Schaper-Rinkel Strategisches Handeln in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft ist mit der Konstruktion hypothetischer Zukünfte verbunden. Mit der Zukunft als Gegenstand sind epistemologisch einzigartige Probleme verknüpft, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vortrag auf der Tagung von GWTF und GWG am 18./19.11.2011 in Berlin: <a title="Konferenz Wissenschaft als Erzählung – Erzählungen der Wissenschaft" href="http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/termine/id=17525" target="_blank">Wissenschaft als Erzählung – Erzählungen der Wissenschaft</a></p>
<p>Szenarien als narrative Zukunftsmaschinen: Konjunkturen in der Konstruktion von Zukunft<br />
Petra Schaper-Rinkel</p>
<p>Strategisches Handeln in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft ist mit der Konstruktion hypothetischer Zukünfte verbunden. Mit der Zukunft als Gegenstand sind epistemologisch einzigartige Probleme verknüpft, da es sich um eine Realität handelt, die empirisch noch nicht materialisiert ist. Doch wird ‚die Zukunft‘ (oder auch eine Vielzahl an Zukünften) durch Prognosen, Simulationen, Modelle, Delphi-Befragungen und Szenarien als eine hypothetisch konstruiert und antizipiert. Zukünftige Märkte werden quantifiziert, der zukünftige Energiebedarf simuliert, Verkehrsströme der Zukunft modelliert und die Welt der Zukunft bis in das Jahr 2050 in Szenarien narrativ gefasst. In Foresight Prozessen und partizipativen Verfahren zu Zukunftstechnologien sind Szenarien eines der Verfahren, mit denen Zukünfte konstruiert werden, die über einzelne Technologien und Gegenstandsbereiche hinaus gesellschaftliche Narrative entwerfen. Szenarien bündeln die Hypothesen über Dynamiken, Entwicklungen, Trends einer zukünftigen Gegenwart in Form von Erzählungen. Diese Skizzen einer Welt in einem fiktiven Zeitpunkt der Zukunft schaffen damit eine Möglichkeit, abstrakte Hypothesen zu einer Gesamtschau des Lebens in der Zukunft, inklusive der materiellen Beschaffenheit von Elementen der Zukunft zu bündeln.<br />
Dabei beruhen die Methoden, Objekte und Theorien, aus denen die Zukunftsszenarien entwickelt werden, auf wissenschaftlichem Wissen, werden aber selbst erst im Kontext spezifischer gesellschaftlicher und politischer Konstellationen entwickelt. Die Bedeutung von Szenarien liegt primär darin, als trans-disziplinäres Medium zu fungieren, das wissenschaftliche Erkenntnisproduktion auf verschiedenen Feldern (z.B. emerging technologies, Nachhaltigkeit, Innovationsforschung) verbindet und mit den Wissensbeständen von politischen Entscheidungsträgern (insbesondere aus der Administration) verbindet. Als partizipative Prozesse, die trotz aller Variationen bestimmte Vorgehensweisen gemeinsam haben, fungieren Szenario-Prozesse als ein Ensemble von Elementen und Verfahren der Genese von Zukunfts-Wissen.<br />
Die Produktion dieser Zukunftskonstruktionen, die eine eigene Materialität in Form von Szenario-Narrativen hervorbringt, ist in zwei verschiedenen Formen ein Feld von Forschung und Wissenschaft: Zum einen handelt sich bei der Produktion von Szenarien um ein Feld von Techniken und Technologien, die beständig weiterentwickelt werden, um Unternehmen, Ministerien und die Europäische Kommission zukunfts-bezogenes Wissen zur Verfügung zu stellen. Zum zweiten können Szenarien (und andere Formen des Zukunfts-Wissen wie Datenkurven und visuellen Artefakten) ein Forschungsfeld konstituieren, das in der Tradition der Science and Technology Studies (STS) die Praxen der Generierung von Zukunft analysiert. Beide Praxen, das ‚Zukunft machen‘, ‚futuring‘ sowie die Analyse eben dieser Praxen bilden ein Ensemble von theoretischen und praktischen Praxen, die in dem Beitrag als ein Experimentalsystem analysiert werden sollen.</p>
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		<title>The governance of emerging technologies: Governing the borders, relevance and acceptance of nanotechnology (Presentation)</title>
		<link>http://schaper-rinkel.eu/english/the-governance-of-emerging-technologies-governing-the-borders-relevance-and-acceptance-of-nanotechnology/00896/</link>
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		<pubDate>Tue, 14 Jun 2011 12:17:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>PSR</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Conference Governing Futures. Imagining, Negotiating &#38; Taming Emerging Technosciences. 22-24 September, 2011 Vienna, Albert Schweitzer Haus Organized by the Department of Social Studies of Science The governance of emerging technologies: Governing the borders, relevance and acceptance of nanotechnology (Presentation cancelled) Petra Schaper-Rinkel Nanotechnology as an emerging technology was constructed, shaped, and negotiated through specific discursive [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Conference <a title="Governing Futures. Imagining, Negotiating &amp; Taming Emerging Technosciences" href="http://sciencestudies.univie.ac.at/events/governing-futures-conference/" target="_blank">Governing Futures. Imagining, Negotiating &amp; Taming Emerging Technosciences</a>. 22-24 September, 2011<br />
Vienna, Albert Schweitzer Haus<br />
Organized by the Department of <a title="Universität Wien - Institut für Wissenschaftsforschung" href="http://sciencestudies.univie.ac.at/" target="_blank">Social Studies of Science</a></p>
<p>The governance of emerging technologies: Governing the borders, relevance and acceptance of nanotechnology<br />
(Presentation cancelled)</p>
<p>Petra Schaper-Rinkel</p>
<p>Nanotechnology as an emerging technology was constructed, shaped, and negotiated through specific discursive and institutional practices within diverse cultural and social contexts and established in multiple policy arenas through funding programs and regulatory practises.</p>
<p>This paper discusses the future oriented practises such as forecasting or participatory foresight that are used in different phases of the ongoing process. The future oriented practises are examined as new modes of governance in which a particular rationality of governing is entangled with new tools and instruments of involving stakeholders in rule-setting for funding and implementation of regulatory frameworks. Furthermore it analyses how expectations with regard to future change along the dimensions of technoscientific and governance innovation are entangled through these processes. I use Foucault’s theoretical framework of governmentality to analyse the establishment of a new governmental rationality.</p>
<p>In the 1990s innovation related to nanotechnology was promoted mainly to increase national and European competitiveness, while today emerging technologies are expected to serve a multitude of national and European policy objectives such as ‘smart, sustainable and inclusive growth’. Emerging technologies are also related to discourses surrounding what is called  ‘Grand Challenges’ at the intersection of science, society and policy. As expectations and promises broadened, the range of those invited to participate in technology related governance processes broadened as well.</p>
<p>The paper focuses on three chronologically overlapping areas of governing nanotechnology. First, governing the boundaries of nanoscience and consequently defining the field itself dominated early ‘forward looking activities’, notably so called Technology Analysis and Technological Forecasting. Second, in governing the comparative relevance of various nanotechnologies promises and expectations were generated and specified in two-way scenarios: Anticipated future nanotechnologies were embedded in future societies, which were in turn imagined as societies in need of nanotechnologies.  Third, governing the acceptance of nanotechnology became the focus of more recent governance processes targeting risk dimensions and regulatory frameworks.</p>
<p>Governing these three interrelated dimensions of emerging technologies is intertwined with increased use of ‘forward looking activities’, which are themselves heterogonous. Early activities were exclusively expert-driven processes (technology analysis), whereas over time, increasing public attention created space for more participative practises. Participation became what Foucault terms a ‘political technology’. That is, in the governance of emerging technologies participation is used to manage and control the funding and regulation of emerging technologies, and to enable and bound public engagement. Analysing different processes over time, we can identify an emerging paradox. The number of stakeholders involved is increasing, while the binding significance of the policy recommendations, for example with regard to funding &amp; regulatory frameworks, is decreasing.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>The role of Foresight and Future-Oriented Technology Analysis in the Governance of Emerging Technologies (Presentation: Future-Oriented Technology Analysis FTA-Conference in Sevilla, 12-13 May 2011)</title>
		<link>http://schaper-rinkel.eu/english/the-impact-of-foresight-and-forward-looking-activities-in-the-governance-of-emerging-technologies-the-case-of-nanotechnology-future-oriented-technology-analysis-fta-conference-in-sevilla-12-13-may/00869/</link>
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		<pubDate>Sun, 10 Apr 2011 16:53:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>PSR</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Petra Schaper-Rinkel The role of Foresight and Future-Oriented Technology Analysis in the Governance of Emerging Technologies: The Example of Nanotechnology Future-Oriented Technology Analysis FTA-Conference in Sevilla, 12-13 May 2011 The emerging technologies of the last decades, such as nanotechnology, were often understood as means to achieve a variety of goals associated with broader future needs [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Petra Schaper-Rinkel<br />
The role of Foresight and Future-Oriented Technology Analysis in the Governance of Emerging Technologies: The Example of Nanotechnology</p>
<p><a href="http://foresight.jrc.ec.europa.eu/fta_2011/intro.html" target="_self">Future-Oriented Technology Analysis FTA-Conference in Sevilla, 12-13 May 2011</a></p>
<p>The emerging technologies of the last decades, such as nanotechnology, were often understood as means to achieve a variety of goals associated with broader future needs and expectations that are framed today as Grand Challenges. In the case of nanotechnology, the direction innovations would were highly uncertain when the first national nanotechnology programs were established in the 1990s.<br />
The aim of this paper is to show in a first step what problems/challenges with regard to the innovation system were addressed and what main actors were involved in the future-oriented activities that were conducted prior to the establishment of national nanotechnology programs. In a second step, the paper will show how goals of sustainability were added to policy agendas and what role different future-oriented technology analyses played in different countries.<br />
In many countries FTAs, and forward-looking activities were part of early governance processes that determined how different goals, such as economic growth, increasing competitive and location-specific advantages, sustainability innovation were related and linked, and how nanotechnology was conceptualized to respond to the global challenge of sustainability.<br />
This paper compares and contrasts the national sets of FTA and foresight activities in different countries with regard to the governance of nanotechnology. It will focus on sets of national activities, analysing what kind of FTAs were used to shape the technological field and to influence the national innovation systems. The paper identifies two main dimensions as crucial for the impact of FTAs in the countries in question, namely the interrelated dimensions of timing and actors.</p>
<p>The first set of national activities the paper analyses are those in the US, where FTAs were used to create visionary concepts and to promote cooperation between and among agencies and departments of the federal government. The second set of national activities the paper analyses is from Germany, where different FTAs were used to shape and define research and innovation agendas.<br />
Compared with other countries, the US and Germany started early with FTA and rank high with regard to R&amp;D spending and output indicators such as publications and patent applications. In both countries FTAs were used to shape and define research and innovation agendas in an early stage.<br />
The third country in focus is Denmark, a latecomer. Denmark faced the challenge of acting in an already well-defined field. At the same time the Danish actors had the opportunity to make use of international discussions analysing the potential of nanotechnologies and nanosciences for sustainability goals. The fourth set of activities comes from Russia, were an ambitious nanotechnology initiative became federal law in 2007.<br />
It will be shown how timing and the involvement of actors and absence of actors impact the way specific goals and challenges were approached.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Gender in der Politischen Ökonomie der Neurotechnologien. Von der Kritik der Theorien zur Kritik der Praxen (Vortrag in der Ringvorlesung: &#8220;Sind wir nie modern gewesen? Gender in der technologisierten Leistungsgesellschaft&#8221; am 17.05.2011 Universität Wien)</title>
		<link>http://schaper-rinkel.eu/vortrag/gender-in-der-politischen-okonomie-der-neurotechnologien-von-der-kritik-der-theorien-zur-kritik-der-praxen-vortrag-in-der-ringvorlesung-sind-wir-nie-modern-gewesen-gender-in-der-technologisierte/00862/</link>
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		<pubDate>Sun, 03 Apr 2011 16:44:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>PSR</dc:creator>
				<category><![CDATA[Vortrag]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftsforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Cognitive Enhancement]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Gouvernementalität]]></category>

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		<description><![CDATA[Öffentliche Veranstaltung im Rahmen der interdisziplinären Ringvorlesung  &#8220;Sind wir nie modern gewesen? Gender in der technologisierten Leistungsgesellschaft&#8221; an der Universität Wien Koordination und Programm: Univ.-Prof.in Dr.in Sigrid Schmitz 17.5.2011 18:15 &#8211; 20:45 Uhr Susanne Lettow: Das Geschlecht in der Bioökonomie. Anforderungen an eine kritische Gesellschaftstheorie Petra Schaper-Rinkel: Gender in der Politischen Ökonomie der Neurotechnologien. Von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div><a href="http://schaper-rinkel.eu/wp-content/uploads/2011/02/plakat_rv1011_sommer.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-864" title="plakat_rv1011_sommer" src="http://schaper-rinkel.eu/wp-content/uploads/2011/02/plakat_rv1011_sommer-212x300.jpg" alt="" width="212" height="300" /></a>Öffentliche Veranstaltung im Rahmen  der interdisziplinären Ringvorlesung  <a title="Ringvorlesung" href="http://www.univie.ac.at/gender/index.php?id=349#c1981" target="_blank">&#8220;Sind wir nie modern gewesen?  Gender in der technologisierten Leistungsgesellschaft&#8221;</a> an der Universität Wien</div>
<div>Koordination und Programm: Univ.-Prof.in Dr.in Sigrid Schmitz</div>
<div>17.5.2011</div>
<div>18:15 &#8211; 20:45 Uhr</div>
<div>
<p><strong>Susanne Lettow</strong>:<br />
<strong>Das Geschlecht in der Bioökonomie. Anforderungen an eine kritische Gesellschaftstheorie</strong></p>
<p><strong>Petra Schaper-Rinkel:</strong><br />
<strong>Gender in der Politischen Ökonomie der Neurotechnologien. Von der Kritik der Theorien zur Kritik der Praxen.</strong></p>
<p>Mit den weitreichenden Zukunftsversprechen der Neuroforschung und den heute schon üblichen neuropharmakologischen Praxen werden traditionelle Grenzziehungen in Frage gestellt: Unglück wird mit Glückspillen behandelt, Misstrauen mit Bindungshormonen beeinflussbar und sowohl Sozialverhalten als auch Vergessen und Erinnern können mit Psychopharmaka gesteuert werden. Damit wird nicht nur die gesellschaftliche und individuelle Verfügbarkeit über Wohlbefinden, Leistungsfähigkeit und soziale Kompatibilität neu verhandelt. Die Phänomenologie neurowissenschaftlicher und -technologischer Praxen zeigt auf der empirischen Ebene neben einer hohen Ausdifferenzierung einen gemeinsamen Fokus: Er ist auf die individuelle wie volkswirtschaftliche Optimierung gerichtet. Werden vergeschlechtlichte Eigenschaften damit zu veränderbaren Variablen, die entsprechend der je unterschiedlichen individuellen Anforderungen optimiert werden? Gender in der technologisierten Wettbewerbsgesellschaft zu analysieren bedeutet auch, die Frage danach zu stellen, wie nicht nur der Körper, sondern insbesondere das Gehirn und seine emotionalen wie kognitiven Zustände zu einem Gegenstand von Intervention werden und wie herrschende Geschlechterverhältnisse in neuen Formen inkorporiert werden.</p>
<p>Der Vortrag geht einerseits der Frage nach, in welcher paradoxen Weise Geschlechterverhältnisse in der Verbreitung von Neurotechnologien neu verhandelt werden und was diese Praxen für eine Bedeutung in der Transformation des Verhältnisses von Staat, Ökonomie und Individuum haben. Zum anderen wird es darum gehen, auszuloten, was eine Kritik neurowissenschaftlich basierter Praxen für eine kritische Gesellschaftstheorie und Gender Studies bringen kann.</p>
</div>
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		<title>Project: Boosting the exploratory power of open research in Future and Emerging Technologies (EU Project)</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Feb 2011 16:02:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>PSR</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auftragsforschung]]></category>
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		<category><![CDATA[Project@ AIT]]></category>
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		<description><![CDATA[The purpose of this project (1/2011-1/2012) is to study current practices in thematically open, bottom-up approaches to funding cross-disciplinary frontier research (such as the Open scheme of the Future and Emerging Technologies challenge within the ICT workprogamme), to provide scenarios for the possible future developments of such schemes, and to formulate recommendations and options to [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>The purpose of this project (1/2011-1/2012) is to study current practices in    thematically open, bottom-up approaches to funding cross-disciplinary    frontier research (such as the Open scheme of the<a title="Future and Emerging Technologies" href="http://cordis.europa.eu/fp7/ict/fet-open/home_en.html" target="_blank"> Future and Emerging    Technologies</a> challenge within the ICT workprogamme), to provide    scenarios for the possible future developments of such schemes, and to    formulate recommendations and options to address the opportunities  ahead   for boosting the exploratory power of bottom-up collaborative  frontier   research.</p>
<p>Bottom-up  research programmes in which scientists are free to set their own  research agenda are at the center of this project. In contrast to  top-down research support schemes (like EU framework programme projects  or other thematically focussed, agenda-driven research), bottom-up  support schemes are open for any subject of basic science as long as it  promises potential relevance for scientific and technological  breakthroughs. Such research policy instruments are also termed  „blue-sky research“ because the topic, the aims and methods applied are  entirely in the hands of individual researchers or research institutes.  One of the blue-sky research funding scheme at the European level is the  Commission´s pro-gramme „FET open“. With the FET open programme the  European Commission wants to promote research which is foundational,  transformative, high-risk, purpose-driven, collaborative and  multi-disciplinary.In our study we analyse the FET programme in the  context of other European and international approaches of blue-sky  research. In order to suggest ways in which the European Commission may  further develop and extent its open research funding activities in the  future, we structured the analysis in three parts:</p>
<p>- The  first part of the analysis is to ask researchers about their assessment  of the explanatory power of open research schemes compared to other  support schemes. For that matter, we carry out a survey of FET open  participants and other researchers. Also, we compile a list of blue-sky  research funding schemes in selected countries and we will describe them  as best practices in detail in so called mini case-studies.</p>
<p>- In  the second part we analyse future development paths of blue-sky  research funding in Europe, considering context factors as well as  internal mechanisms of granting such research projects. We describe  scenarios of the future of blue-sky research in Europe. These will be  drafted with the help of reserach planning experts and researchers which  will gather in two expert workshops.</p>
<p>- The  third part will analyse the policy options based on the assessment of  existing programmes and the scenario exercise. The final results of the  project will inform the Commission about policy options and action  points to strengthen bottom-up research in the context of the  deliberations of the 8th Frame-work Programme &#8220;Horinzon 2020&#8243;</p>
<p>Partner: Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI/Karlsruhe, Austrian Institute of Technology/ Vienna &amp; TNO, Delft</p>
<p>Proect leader at AIT: Petra Schaper-Rinkel (Task: Scenario Development)</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Buchbeitrag: Auf dem Weg zu einer neurowissenschaftlichen Gouvernementalität? Zu den Konturen einer neuen Emotionen-Politik</title>
		<link>http://schaper-rinkel.eu/article/buchbeitrag-auf-dem-weg-zu-einer-neurowissenschaftlichen-gouvernementalitat-zu-den-konturen-einer-neuen-emotionen-politik/00905/</link>
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		<pubDate>Mon, 07 Feb 2011 20:43:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>PSR</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikel / Article]]></category>
		<category><![CDATA[Forthcoming]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftsforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Cognitive Enhancement]]></category>
		<category><![CDATA[Europäische Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Gouvernementalität]]></category>
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		<description><![CDATA[Schaper-Rinkel, P. (2011, im Erscheinen). Auf dem Weg zu einer neurowissenschaftlichen Gouvernementalität? Zu den Konturen einer neuen Emotionen-Politik, in: Politische Theorie und Emotion. F. Heidenreich and G. S. Schaal (Hg.). Baden-Baden, Nomos. Petra Schaper-Rinkel Einleitung: Neurowissenschaftliche Interventionen im Kontext veränderter Staatlichkeit Mit der von den Neurowissenschaften anvisierten Entschlüsselung der Struktur und Funktionsweise des Gehirns soll [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://schaper-rinkel.eu/wp-content/uploads/2011/02/Emotionen-Politik.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-911" title="Emotionen-Politik" src="http://schaper-rinkel.eu/wp-content/uploads/2011/02/Emotionen-Politik-300x189.jpg" alt="" width="300" height="189" /></a></p>
<p><em>Schaper-Rinkel, P. (2011, im Erscheinen). Auf dem Weg zu einer neurowissenschaftlichen Gouvernementalität? Zu den Konturen einer neuen Emotionen-Politik, in: Politische Theorie und Emotion. F. Heidenreich and G. S. Schaal (Hg.). Baden-Baden, Nomos.</em></p>
<p>Petra Schaper-Rinkel</p>
<p>Einleitung: Neurowissenschaftliche Interventionen im Kontext veränderter Staatlichkeit</p>
<p>Mit der von den Neurowissenschaften anvisierten Entschlüsselung der Struktur und Funktionsweise des Gehirns soll es perspektivisch möglich sein, menschliches Handeln nicht nur neurowissenschaftlich zu erklären, sondern auch umfassend neurotechnologisch und pharmakologisch zu beeinflussen. Wenn alles Handeln Gehirn ist und das Gehirn chemisch, biologisch und elektronisch entschlüsselt ist, dann ließen sich gesellschaftliche Probleme durch entsprechende Gehirn-Interventionen bearbeiten. So lauten die langfristigen Szenarien, die in der internationalen Diskussion zu Neuroethik umfassend diskutiert werden, obwohl eine empirische Evidenz für solche Versprechen nicht gegeben ist. Implizit werden in diesen Kontroversen politische Theorien sowie der Status von Emotionen in der Politik verhandelt.</p>
<p>Gefühl und Rationalität werden neurowissenschaftlich mittlerweile als untrennbar verknüpft angesehen. Wenn bestimmte Emotionen fehlen, so zeigt der Neurologe Antonio Damasio, dann ist rationales Verhalten nicht mehr möglich (Damasio 1994). Bei dem rationalen Verhalten, dessen Fehlen konstatiert wird, handelt es sich um ein dem politischen Handeln (im emphatischen Sinne) zugrundliegendes Handeln: Um das Handeln, dass die Fähigkeit der Verallgemeinerung in sich trägt, indem es sein Gegenüber wahrnimmt, ihm vielleicht sogar zugeneigt ist, mit ihm interagiert und die potentiellen Konsequenzen seines Handelns zu antizipieren in der Lage ist.</p>
<p>Die Neurowissenschaften sind nicht nur theoretisch dabei, Zusammenhänge von Emotionen, Verhalten und Funktionsweise des Gehirns zu erklären. Sie haben auch eine Vielzahl von Anwendungen hervorgebracht, die praktisch in der Lage sind, Rationalitäten und Emotionen pharmakologisch und technisch zu beeinflussen. Im Folgenden soll die Frage der Anwendungen der Neurowissenschaften und wie sie aus den Neurowissenschaften selbst thematisiert werden, als eine Frage einer veränderten Regierungskunst – Formen der Fremd- und Selbstführung, die sich mit Foucault als eine spezifische Gouvernementalität fassen lassen – thematisiert werden.<a href="#_ftn1"><strong>[1]</strong></a></p>
<p>Damit steht nicht die Frage im Vordergrund: Was ist der Mensch und was macht seine Willensfreiheit aus, sondern: Wie werden Subjekte und ihre Handlungsfähigkeit im Zusammenspiel von neurowissenschaftlichen Interventionen und veränderter Staatlichkeit konstituiert?</p>
<p>Neuropharmaka können und werden (trotz umstrittener Wirkung) zunehmend zur Optimierung von Wohlbefinden (z.B. Antidepressiva als Glückspillen), zur Steigerung der kognitiven Leistungsfähigkeit und zur Anpassung des eigenen Sozialverhaltens oder des Sozialverhaltens von Kindern (z.B. Ritalin bei Aufmerksamkeitsstörungen wie ADHS) eingesetzt. Wie Emotionen in neuer Weise verhandelt werden, weil sie Gegenstand von direkter Intervention werden; wie darin das Verhältnis von Individuum und Staat sowie von Freiheit und (Verteilungs-)Gerechtigkeit thematisiert wird, und wie sich ein widersprüchliches Ensemble von Selbsttechnologien und Regierung herausbildet, soll in dem Beitrag als neurowissenschaftliche Gouvernementalität analysiert werden, in der sich erste Konturen eine zukünftigen Politik der Emotionen zeigen lassen.</p>
<p>Foucault methodisch folgend wird von veränderten Praxen ausgegangen,<a href="#_ftn2"><strong>[2]</strong></a> die zu Beginn als eine Phänomenologie der neurowissenschaftlichen Gouvernementalität dargestellt werden und im Anschluss als Antwort und Movens einer veränderten Staatlichkeit kontextualisiert werden.</p>
<div>
<hr size="1" />
<div>
<p><a href="#_ftnref1">[1]</a> Regieren im Sinne Foucaults ist ein reflexiver Modus, der ein breites Spektrum von der Fremdführung bis hin zur Selbstführung, d.h. einer ‚Regierung des Selbst’ umfasst. Dazu gehören Denkformen, die eine spezifische Realität beschreiben, hervorbringen und strukturieren, die es erst erlaubt bzw. plausibilisiert, bestimmte Machttechnologien zur Anwendung zu bringen. Damit ist spezifischen Machtpraktiken stets eine bestimmte Rationalität eingeschrieben, ein politisches Wissen, das die spezifischen Machtpraktiken konstituiert und das zum strategischen Einsatz des Regierens wird (vgl. Foucault 2004: 162 f).</p>
</div>
<div>
<p><a href="#_ftnref2">[2]</a> Individuen konstituieren sich durch ihre Praxen, wobei die Freiheitsgrade und die Determinierungen widersprüchlich und umstritten sind. Diese Widersprüchlichkeit findet sich sowohl in der Theorie Foucaults als auch in der Bewertung der heutigen Biopolitik (van den Daele 2009: 64 ff).</p>
</div>
</div>
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		</item>
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		<title>Warum „emerging technologies“ eine frühe und umfassende Risikokommunikation brauchen (Vortrag auf der SciCom 2010 in Wien)</title>
		<link>http://schaper-rinkel.eu/innovationsforschung/warum-%e2%80%9eemerging-technologies%e2%80%9c-eine-fruhe-und-umfassende-risikokommunikation-brauchen-vortrag-auf-der-scicom-2010-in-wien/00827/</link>
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		<pubDate>Mon, 08 Nov 2010 13:55:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>PSR</dc:creator>
				<category><![CDATA[Converging Technologies]]></category>
		<category><![CDATA[Innovationsforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Nanotechnologie]]></category>
		<category><![CDATA[Vortrag]]></category>
		<category><![CDATA[Governance]]></category>
		<category><![CDATA[Neurowissenschaften]]></category>

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		<description><![CDATA[Petra Schaper-Rinkel, Warum „emerging technologies“ eine frühe und umfassende Risikokommunikation brauchen Vortrag auf der SciCom 2010: &#8220;Berechtigte Information oder mediale Inszenierung? Risikokommunikation im Spannungsfeld der Interessen&#8221; Die mangelnde Akzeptanz neuer Technologien (z.B. Nanotechnologie, Neurotechnologie, synthetische Biologie) wird häufig als Kommunikationsproblem interpretiert. Folglich werden als Lösungen für das Akzeptanz-Problem „bessere Kommunikationsstrategien&#8221; (PUST) oder eine verbesserte Interaktion [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Petra Schaper-Rinkel, Warum „emerging technologies“ eine frühe und umfassende Risikokommunikation brauchen<br />
Vortrag auf der SciCom 2010: <a href="http://www.scicom.co.at/2010/cms/website.php?id=de/index.php">&#8220;Berechtigte Information oder mediale Inszenierung? Risikokommunikation im Spannungsfeld der Interessen&#8221;</a></p>
<p><a href="http://schaper-rinkel.eu/wp-content/uploads/2010/11/PSR_Science_communication1.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-830" title="PSR_Science_communication" src="http://schaper-rinkel.eu/wp-content/uploads/2010/11/PSR_Science_communication1-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
<p>Die mangelnde Akzeptanz neuer Technologien (z.B. Nanotechnologie, Neurotechnologie, synthetische Biologie) wird häufig als Kommunikationsproblem interpretiert. Folglich werden als Lösungen für das Akzeptanz-Problem „bessere Kommunikationsstrategien&#8221; (PUST) oder eine verbesserte Interaktion mit der Öffentlichkeit (Public Engagement with Science and Technology) propagiert. Eine umfassende Risikokommunikation wird in vielen Fällen als Bedrohung für die allgemeine Akzeptanz neuer Technologien und nicht als Ressource, um öffentliche Aufmerksamkeit zu erlangen, interpretiert.<br />
Entgegen der Annahme vieler PolitikerInnen und WissenschafterInnen, richten sich die gesellschaftlichen Bedenken weniger gegen die Technologien selbst, als gegen den sozialen und regulativen Kontext, in den sie eingebettet sind. Darüber hinaus wird Risikokommunikation in Zeiten der &#8220;Technowissenschaften&#8221; (Haraway), in denen die Grenzen zwischen Wissenschaft und Technologie, Natur und Gesellschaft, Subjekt und Objekt und zwischen natürlichen und künstlichen Substanzen zunehmend verschwimmen, zu einer bedeutenden Ressource der &#8220;attention economy&#8221;.</p>
<h2>Why emerging technologies need early and extensive risk communication</h2>
<h3>Benefits of risk communication in the attention economy</h3>
<p>The acceptance of emerging technologies – such as nanotechnology, neurotechnologies and synthetic biology &#8211; is often still seen as a communication problem, and the solution for addressing the problem is seen in ‘better communication’ (PUST) or ‘better interaction’ (Public Engagement with Science and Technology) with the public. To address risk in an extensive way is in many cases seen as a risk for acceptance not as a resource in regard to attract public attention.<br />
But contrary to what policy maker and scientists tend to worry about, public fears about the risk of emerging technologies are less about risks directly attributable to a technology than the social and regulatory context in which they are embedded. Beyond that, in the age of &#8216;Technoscience’ (Haraway) where the distinctions between science and technology, nature and society, subjects and objects, and between natural and artificial entities are extravagantly exceeding, risk communication becomes a crucial resource in the attention economy.<br />
I will analyze the benefits of early and extensive risk communication for different stakeholders in the areas of nanotechnology, neurotechnologies and synthetic biology.</p>
<p><a href="http://schaper-rinkel.eu/wp-content/uploads/2010/11/MG_0639wb.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-846" title="PSR SciCom 2010" src="http://schaper-rinkel.eu/wp-content/uploads/2010/11/MG_0639wb-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" /></a></p>
<p>copyright: science2public 2010</p>
<p><span style="font-size: small;"> </p>
<p></span></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Different futures of making things – Scenarios from recent innovation theories (Beitrag auf der Konferenz: “Die Zukunft der technischen Welt”, Bochum, 29.10.2010)</title>
		<link>http://schaper-rinkel.eu/vortrag/different-futures-of-making-things-%e2%80%93-scenarios-from-recent-innovation-theories-beitrag-auf-der-konferenz-die-zukunft-der-technischen-welt-29-10-2010/00812/</link>
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		<pubDate>Thu, 21 Oct 2010 16:00:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>PSR</dc:creator>
				<category><![CDATA[Foresight]]></category>
		<category><![CDATA[Vortrag]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftsforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Innovation Futures]]></category>
		<category><![CDATA[Innovation patterns]]></category>
		<category><![CDATA[Innovationsforschung]]></category>

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		<description><![CDATA[Petra Schaper-Rinkel, Different futures of making things – Scenarios from recent innovation theories. Beitrag auf der Konferenz &#8220;Die Zukunft der technischen Welt&#8221;, Bochum 28.10-30.10.2010  Current innovation theories are highlighting the involvement of users: The open innovation model is based on the assumption that firms can and should use external ideas as well as internal ideas; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://schaper-rinkel.eu/wp-content/uploads/2010/10/Zukunft_der_technischen_Welt.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-849" title="Zukunft_der_technischen_Welt" src="http://schaper-rinkel.eu/wp-content/uploads/2010/10/Zukunft_der_technischen_Welt-211x300.jpg" alt="" width="211" height="300" /></a>Petra Schaper-Rinkel, Different futures of making things – Scenarios from recent innovation theories. Beitrag auf der <a href="http://www.ruhr-uni-bochum.de/ifm/_downloads/tagungsflyer_20101018.pdf" target="_blank">Konferenz &#8220;Die Zukunft der technischen Welt&#8221;</a>, Bochum 28.10-30.10.2010<br />
 Current innovation theories are highlighting the involvement of users: The open innovation model is based on the assumption that firms can and should use external ideas as well as internal ideas; the concept of innovation communities question how innovations are developed out of communities (especially such as the open source communities), and the user innovation model focus on small groups of customers, called lead users, who provide ideas for the development of new products or even develop new or modify existing products. The focus of these approaches is mainly on virtual involvement or the production of software.  However there are social and technological drivers that not only virtual goods and services but also material things will be designed and manufactured in a user-driven mode. What are future scenarios of an emerging do-it-yourself culture of makers that will not only hack and customize the products they buy but also use flexible manufacturing technologies, rapid prototyping technologies and the internet of things?</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://schaper-rinkel.eu/vortrag/different-futures-of-making-things-%e2%80%93-scenarios-from-recent-innovation-theories-beitrag-auf-der-konferenz-die-zukunft-der-technischen-welt-29-10-2010/00812/feed/</wfw:commentRss>
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