Wie wir die Zukunft von Künstlicher Intelligenz, Automatisierung und Bioökonomie bestimmen Vortrag auf dem Oö. Zukunftssymposium 2018 am 26.11.2018 in Linz

Am Montag, 26. November 2018, 13-17:15 Uhr findet in Linz im Musiktheater am Volksgarten das Oö. Zukunftssymposium 2018 statt.

Mein Vortrag beschäftigt sich mit der Frage, wie wir die Zukunft von Künstlicher Intelligenz, Automatisierung und Bioökonomie bestimmen. Werden wir transparente Künstliche Intelligenz (KI) Technologie nutzen, um in der Zukunft Routinearbeiten zu automatisieren, demokratische Prozesse unterstützen und eine ungeahnte Kreativität in Gang zu setzen? Oder werden intransparente KI-Technologien Grundrechte und Selbstbestimmung aushöhlen und von wenigen globalen Unternehmen bestimmt sein?

Diese Frage entscheidet sich nicht in der Zukunft, sie wird in der Gegenwart bestimmt.

Forschungs-, Technologie- und Innovationspolitik ist heute Gesellschaftspolitik, denn Künstliche Intelligenz (KI) und Automatisierung verändern umfassend das Alltagsleben, die Wirtschaft und die Politik.

Pressekonferenz zum Zukunftssymposium 2018: „ZUKUNFT GESTERN, HEUTE, MORGEN“ mit Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer, Prof. Dr. Andreas Rödder (Johannes Gutenberg-Universität Mainz), Dr. Petra Schaper-Rinkel (Austrian Institute of Techology GmbH), Dr. Gernot Grömer (Österreichisches Weltraum Forum), Dr. Johann Lefenda, MA (Oö. Zukunftsakademie)© Land OÖ/Vanessa Ehrengruber

Wie die Künstliche Intelligenz der Zukunft allerdings aussehen wird; ob wir von Algorithmen bestimmt werden oder aber Künstliche Intelligenz und Autonomisierung für gesellschaftliche Ziele nutzen, das entscheidet sich gerade jetzt – in der Gegenwart. Die Entwicklungspfade der Künstlichen Intelligenz, die heute bestimmt werden, sind entscheidend für die Zukunft in Europa:  Werden Medien, Information, die Steuerung von Produktion und die Abwicklung von Kaufprozessen auf wenige  privaten Plattformen beschränkt sein, oder werden wir in Europa eigene Plattformen haben, die demokratisch und zivilgesellschaftlich den Ansprüchen von BürgerInnen, ProduzentInnen und KonsumentInnen angepasst werden? Und schließlich die Frage, ob wir die KI-Technologien und die Automatisierung nutzen können für die Transformation von einer erdöl-basierten Wirtschaft hin zu einer Bioökonomie, die auf nachwachsenden Rohstoffen beruht.

Viele Entwicklungen und Anwendungen einer allgemeinen Künstlichen Intelligenz , einer umfassenden Automatisierung und der Transformation der gesellschaftlichen Naturverhältnisse stecken noch in den Anfängen, doch die Szenarien dieser Zukunftstechnologien sind weder Übertreibung noch Beiwerk zu Forschung und industrieller Anwendung. Szenarien von KI und Automatisierung und einer nach-fossilen Wirtschaft bestimmen den Rahmen für das Engagement öffentlicher und zivilgesellschaftlicher Akteure und sind damit Grundlage, die politischen Rahmenbedingungen zu gestalten.

Die zentrale Frage ist, ob gesellschaftliche Ansprüche und Politik sich darauf beschränken, die heutigen Innovationspfade der Technologien zu regulieren und die möglichen negativen Auswirkungen politisch zu bändigen oder aber die zukünftigen Innovationspfade aktiv zu gestalten und für eine Transformation zu einer ökologisch und sozial nachhaltigen Entwicklung zu nutzen.

In dem Beitrag wird anhand von KI, Automatisierung und Bioökonomie dargestellt, welche unterschiedlichen Zukünfte in der Gegenwart entworfen werden und welche Gestaltungsoptionen sich bieten.

https://www.land-oberoesterreich.gv.at/Bilder/Raster/LK/AL2Q9855.jpg