Derzeit entstehen zwei Bücher (work in progress).


Buch I · Die Erfindung der Zukunft

Zukunft wird gemacht. Was heute als selbstverständlich gilt – dass die Zukunft offen, gestaltbar und von menschlichem Handeln abhängig ist – beruht auf konkreten Erfindungen: auf Methoden, Verfahren und Institutionen, die in Jahrhunderten des Experimentierens zwischen Wissenschaft, Kunst und Politik entstanden sind. Erfindungen lösen sich von ihren Erfindern. Die Zukunftsmaschinen, die einst Möglichkeitsräume öffneten, können umgebaut, neu kombiniert und gegen ihre ursprüngliche Richtung gewendet werden – zu Erwartungsinfrastrukturen, die das Offene schließen.


Buch II · Die Herrschaft des Erwartbaren. Über die Herstellung ungewollter Zukünfte

Je intensiver wir für die eigene Zukunft vorsorgen, desto mehr geben wir Zukunft als politischen Handlungsraum preis. Von der Versicherungslogik über Nudging bis zur digitalen Selbststeuerung werden Wahrscheinlichkeiten in Tarife, Anreize und Selbstverhältnisse übersetzt. Im Namen seines Future Self arbeitet das gegenwärtige Ich an einer Zukunft, die es nicht gewählt hat und nicht will. Das Erwartbare herrscht, weil es als die eigene Vernunft erscheint.