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Vorträge |

Petra Schaper Rinkel ist Innovationsforscherin, Politikwissenschaftlerin und erforscht praktisch und theoretisch aktuelle und vergangene Zukünfte. Ein Schwerpunkt ihrer Forschung sind die Praxen des ,Zukunft-Machens‘ –  Utopien, Partizipative Zukunftsprozesse, Zukunftstechnologien, Szenarien und Meta-Narrative der Zukunft. Arbeitsschwerpunkte sind Methoden zur Antizipation von Zukunft (Foresight), Innovationspolitik auf Europäischer Ebene und die gesellschaftliche Gestaltung von Zukunftstechnologien (Digitalisierung, Nanotechnologie, Künstliche Intelligenz).  Ihre Publikationen und Vorträge verbinden   gesellschaftstheoretische Fragen mit Ansätzen der Gestaltung und Gestaltbarkeit von Zukunftstechnologien. Am AIT – Austrian Institute of Technology ( Center of Innovation Systems & Policy) arbeitet sie als Senior Scientist und ist dort für »Foresight und TA am Österreichischen Parlament« verantwortlich sowie für die strategische Entwicklung des Forschungsfeldes »Societal Futures«.

  • Studium der Politikwissenschaft, Germanistik und Publizistik an der Freien Universität; Arbeit in Forschung und Lehre an der Freien Universität Berlin, der Humboldt-Universität zu Berlin und der Technischen Universität Berlin.Forschungs- und Lehr-Aufenthalte sowie Vorträge u.a. in Berlin, Brüssel, Buenos Aires, New Delhi, Oslo, Paris, Peking, Pristina, Seoul, Singapur, Wien

Vorträge (Aktuelle Auswahl)

 

 

 

 

 

Über den Inhalt der Seite

Wie lässt sich Zukunft den­ken? Wie ändern sich die individuellen und die kollektiven Praxen des Zukunft-Machens? Und was ist das über­haupt: DIE Zukunft? Was ist der Unterschied zwischen der Zukunft und den Zukünften? Was ist das spe­zi­fi­sche Feld von Zukunftser­fah­rung, Zukunftswissen und Zukunftsexpertise? In welchen politischen For­men, individuellen Mustern und kulturellen Praxen wird heute mit der Zukunft und für die Zukunft gehandelt? – Die Fra­gen kennzeichnen das in­tel­lek­tu­el­le Ko­or­di­na­ten­sy­stem, in dem die Tex­te und Ankündigungen die­ser Sei­ten Ele­men­te ei­ner Beschreibung von Zukunftspraxen sind. Es sind für mich Präludien einer Politischen The­orie der Zukunft: Tex­te über das Zukunft-Machen, über die Epistemologie der Zukunft, über die politischen Erwartungen an Zukunfts-Technologien, über Utopien, über Visionen, über Zukunftsszenarien, über Politiken des Zukünfigen, über umstrittene Zukünfte, über hypothetische Zukünfte, über die Zukunft der Digitalisierung, der Künstlichen Intelligenz, des Neuro-Enhancements, der Bio-ökonomie, über die Zukunft einer fremdbestimmten Selbstbestimmung, über den Zwang der Zukunft zur per­ma­nen­ten Op­ti­mie­rung….

 

Social Innovation: Driving Force of Social Change / SI-DRIVE 20140516_SIdrive_logo_256.png

 Aktuelles Buchprojekt (2018/2019)

Zukunft als politischer Handlungsraum

 

Gutachterin

  • für Zeitschriften  (Peer Review)

  • Foresight
  • Österreichische Zeitschrift für Politikwissenschaft
  • Research Policy
  • STI-Studies
  • Technology Analysis & Strategic Management
  • für die Europäische Kommission

  • Project review
  • Evaluator

 

 

 

2012: Was ich zurzeit mache? Und was ich in Wien am AIT forsche?

 

Das hat mich im Februar 2012 Tomorrow Today gefragt………….

http://www.ait.ac.at/news-events/single-view/?no_cache=1&tx_ttnews[tt_news]=1139

Petra Schaper-Rinkel, Senior Scientist am AIT Foresight& Policy Development Department stellt ihren  Forschungsalltag als Foresight-Expertin vor und zeigt auf wie exakt die Hochrechnung der Gegenwart auf die Zukunft wirklich sein kann.

Frau Schaper-Rinkel, Sie haben im November einen Buchbeitrag mit dem Titel „Die Generierung von Zukunft“ veröffentlicht. Wie weit lässt sich „Zukunft“ auf Basis wissenschaftlicher Hypothesen über die mögliche Weiterentwicklung der Gegenwart wirklich vorhersagen? Und wie hoch liegt dabei die „Trefferquote“?
Petra Schaper-Rinkel: Akteurinnen und Akteure aus Politik und Wirtschaft wollen heute wissen, was morgen wichtig ist. Zukunft wird heute gemacht, und mit unserer Forschung analysieren wir die Faktoren, die für die Zukunft entscheidend sind. Wir sagen keine Zukunft voraus, denn für vielschichtige Sachverhalte in komplexen Gesellschaften lassen sich keine Vorhersagen treffen. Die Zukunft ist ein Möglichkeitsraum, doch um bestimmte Möglichkeiten in der Zukunft zu eröffnen, müssen in der Gegenwart Entscheidungen getroffen werden. Wir können nicht sagen, wie die Zukunft sein wird, aber welche Entscheidungen zukünftige Entwicklungen voraussichtlich in welche Richtung beeinflussen werden.

Welche Art von Orientierungshilfe wird aus Politik und Wirtschaft von Foresight-ExpertInnen am meisten angefragt?
Schaper-Rinkel: Strategisches Handeln ist heute in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft mit der Antizipation hypothetischer Zukünfte verbunden. Wir entwickeln solche möglichen Zukünfte in Form von Simulationen, Modellen, Strategien, Empfehlungen und insbesondere in Form von Szenarien. Für die Europäische Kommission erarbeiten wir diese Zukunftsexpertise in internationalen Netzwerken und in Foresight-Prozessen mit WissenschaftlerInnen und ExpertInnen aus Universitäten, Forschungseinrichtungen, aus der Politik, NGOs und Verbänden.

Wie sieht der Arbeitsalltag einer Foresight-Forscherin aus?
Schaper-Rinkel: Mein Spezialgebiet ist die Frage, wie zukünftige Technologien gesellschaftlich formiert werden und wie sie politisch und gesellschaftlich bestimmt werden können. Zu solchen Fragen führen wir partizipative Foresight-Prozesse durch. Das sind analytische Suchprozesse, um aus ganz unterschiedlichen Disziplinen und Perspektiven Vorstellungen zu entwickeln, wie die Welten von morgen technologisch und gesellschaftlich aussehen könnten – und was diese unterschiedlichen möglichen Zukünfte an heutiger Forschungs- und Innovationspolitik erfordern. Wir werten wissenschaftliche Datenbanken aus, analysieren Trends sowie futuristische Blogs und führen Szenario-Workshops durch, in denen wir wissenschaftliche und kreative Methoden verbinden, um aus dem linearen Denken auszubrechen, das die Gegenwart einfach in die Zukunft verlängert.

Was schätzen Sie bei Ihrer Arbeit am AIT am meisten?

Schaper-Rinkel: Ich schätze die Internationalität der Teams und die Unterschiedlichkeit meiner Projekte: Die reicht von der Beratung zur Weiterentwicklung von bestehenden Forschungsprogrammen bis hin zur Analyse von Zukunftstechnologien, deren Realisierung in der Zukunft noch völlig ungewiss ist. Und ich schätze es sehr, im schönen Wien zu leben und in internationalen Projekten die Wissenschaftskulturen anderer Länder kennenzulernen.

Was unterscheidet aus Ihrer Sicht die Forschungsarbeit an einer Universität mit jener in außeruniversitären Einrichtungen für den/die einzelne/n WissenschaftlerIn?
Schaper-Rinkel: Transdisziplinarität ist an einer außeruniversitären Forschungseinrichtung wie dem AIT viel stärker gefragt als an einer Universität. Wir verknüpfen wissenschaftliches Wissen mit Expertise von AkteurInnen aus Gesellschaft und Wirtschaft, um Handlungsmöglichkeiten für die Zukunft zu analysieren. Wir arbeiten gleichzeitig in mehreren interdisziplinären Projekten und können uns breitere Wissenschaftsgebiete erschließen. Das ist in disziplinärer Universitätsforschung schwieriger.